Schon im ersten Moment nach der Klausur oder der Ergebnisbekanntgabe fühlt sich durchgefallen im Examen was tun wie eine Frage an, auf die es keine gute Antwort gibt. Genau jetzt ist dieser Gedanke aber der wichtigste Ausgangspunkt, um wieder Kontrolle zu gewinnen.
Durchgefallen im Examen was tun bedeutet nicht Stillstand, sondern einen strukturierten Neustart. Und genau darum geht es in diesem Artikel.
Viele Jurastudierende im Staatsexamen erleben diesen Moment als massiven Einschnitt. Das System ist hart, die Durchfallquoten sind real, und oft fühlt es sich so an, als würde alles auf einmal zusammenbrechen. Doch genau hier beginnt der entscheidende Teil: die Neuordnung deiner Strategie, deiner Emotionen und deines Lernplans.
In diesem Leitfaden bekommst du nicht nur eine mentale Orientierung, sondern auch konkrete Schritte, wie du aus einem Durchfallen im ersten oder zweiten Staatsexamen wieder herauskommst – und zwar strukturiert, realistisch und mit klarer Perspektive.
1. Erstmal verstehen: Durchfallen im Examen ist kein Ausnahmefall
Wenn du durchgefallen im Examen was tun googelst, bist du nicht allein. Im Gegenteil: Gerade im Jurastudium gehört das Durchfallen leider zum System.
Im Staatsexamen Jura gibt es regelmäßig hohe Durchfallquoten, insbesondere im ersten Versuch. Das liegt nicht an „fehlender Intelligenz“, sondern an drei typischen Faktoren:
enorme Stoffmenge ohne klare Begrenzung
hoher psychischer Druck in der Examensphase
fehlende strukturierte Vorbereitung über längere Zeit
Viele Inhalte aus klassischen Repetitorien werden zwar vermittelt, aber nicht individuell genug verarbeitet. Genau das führt dazu, dass selbst gute Studierende im entscheidenden Moment scheitern.
Wichtig ist deshalb: Durchfallen ist kein Endurteil über deine Eignung als Jurist.
2. Erste Phase nach dem Durchfallen: Emotionen sortieren
Der erste Schritt nach dem Ergebnis ist nicht Lernen. Es ist auch nicht sofortige Planung. Es ist emotionale Stabilisierung.
Viele reagieren mit:
Schock
Selbstzweifeln
Zukunftsangst
sozialem Rückzug
Das ist normal. Aber gefährlich wird es, wenn du daraus falsche Schlüsse ziehst („Ich bin nicht geeignet“, „Ich schaffe das nie“).
An dieser Stelle ist wichtig: Die meisten erfolgreichen Juristen im Examen hatten mindestens einen schwierigen Durchgang oder eine lange Vorbereitungsphase mit Rückschlägen.
Ein hilfreicher Gedanke aus der Praxis vieler Examenskandidaten:
Du musst zuerst den Zustand akzeptieren, bevor du ihn strategisch verändern kannst.
3. Analyse statt Panik: Warum bist du wirklich durchgefallen?
Wenn du dich fragst durchgefallen im Examen was tun, kommt jetzt der wichtigste strategische Schritt: Analyse.
Nicht emotional, sondern strukturiert.
Typische Ursachen sind:
1. Lücken im Grundlagenwissen
Viele lernen „fallorientiert“, aber ohne sauberes dogmatisches Fundament.
2. Zeitmanagement im Examen
Nicht selten werden Klausuren unvollständig oder zu oberflächlich bearbeitet.
3. Schreibtechnik
Gute Inhalte, aber schlechte Struktur = schlechte Bewertung.
4. Prüfungsstrategie
Falsche Schwerpunkte, zu viel Detailwissen, zu wenig Problembewusstsein.
5. Mentale Blockaden
Stress, Blackouts oder Unsicherheit in der Prüfungssituation.
Diese Analyse ist entscheidend, weil dein nächster Versuch exakt dort ansetzen muss, wo der Fehler lag – nicht dort, wo du dich sicher fühlst.
4. Der wichtigste Schritt: Dein Neustart-Plan
Jetzt wird aus der Frage durchgefallen im Examen was tun ein konkreter Plan.
Viele Lernstrategien im zweiten oder dritten Versuch basieren auf einem „Reset-Prinzip“, das auch in vielen juristischen Lernstrategien empfohlen wird:
Schritt 1: Ehrlicher Status quo
Was kannst du wirklich? Was nicht?
Schritt 2: Reduktion statt Überforderung
Weniger Quellen, aber tiefere Durchdringung.
Schritt 3: Fokus auf Klausurtechnik
Die beste Vorbereitung ist immer die Klausur selbst.
Schritt 4: Strukturierter Wochenplan
Nicht mehr „Lernen nach Gefühl“, sondern feste Lernblöcke.
Schritt 5: Wiederholung mit System
Aktives Wiederholen statt passivem Lesen.
5. Masterplan für den letzten Versuch (realistisch gedacht)
Viele, die im letzten Versuch stehen, fühlen sich extrem unter Druck.
Die Kernelemente:
Konzentration auf Prüfungsrelevanz
Du lernst nicht alles neu, sondern nur das, was klausurtypisch ist.
Simulation echter Examensbedingungen
Klausuren schreiben unter Zeitdruck ist Pflicht, nicht optional.
Fehleranalyse nach jeder Klausur
Nicht nur schreiben, sondern auswerten.
Wiederholung der Standardprobleme
Viele Klausuren drehen sich um bekannte Grundmuster.
6. Mentale Strategie: Der unterschätzte Erfolgsfaktor
Wenn du dich fragst durchgefallen im Examen was tun, darfst du die mentale Seite nicht ignorieren.
Die Realität im Jura-Staatsexamen ist:
Viele scheitern nicht am Wissen, sondern am Druck.
Typische mentale Probleme:
Angst vor erneutem Durchfallen
Perfektionismus
Blockaden in der Klausur
Vergleich mit anderen
Was hilft:
feste Routinen im Alltag
realistische Lernziele pro Tag
gezieltes Klausurtraining unter Stress
mentale Entkopplung vom Ergebnis
7. Was du organisatorisch sofort klären solltest
Neben dem Lernen gibt es auch ganz praktische Punkte:
Fristen für Wiederholungsversuche prüfen
Anmeldung zum nächsten Examenstermin
ggf. Beratung bei der Universität
finanzielle Planung (BAföG, Nebenjob etc.)
Diese Dinge wirken banal, sind aber entscheidend, um mentale Kapazität freizuhalten.
8. Unterstützung holen: Kein Solo-Projekt
Viele versuchen nach dem Durchfallen alles alleine zu lösen. Das ist ein häufiger Fehler.
Externe Unterstützung kann entscheidend sein:
strukturierte Lernpläne
Mentoring oder Coaching
gezielte Klausurbesprechung
Wenn du deinen Neustart nicht allein strukturieren willst, kannst du hier ein kostenloses Strategiegespräch nutzen:
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9. Typische Fehler nach dem Durchfallen
Wenn du durchgefallen im Examen was tun ernsthaft angehst, solltest du diese Fehler vermeiden:
sofort wieder „draufloslernen“ ohne Analyse
zu viele neue Materialien gleichzeitig
zu wenig Klausurpraxis
sozialer Rückzug
unrealistische Zeitpläne
10. Fazit: Durchfallen ist ein Wendepunkt, kein Ende
Durchgefallen im Examen was tun ist keine Frage, die eine einfache Antwort hat – sondern ein Prozess.
Der wichtigste Perspektivwechsel ist dieser:
Du bist nicht „gescheitert“, sondern in einer Zwischenphase deiner Ausbildung.
Mit der richtigen Analyse, einem strukturierten Lernplan und mentaler Stabilität kannst du aus diesem Punkt heraus sogar stärker zurückkommen als viele, die im ersten Versuch bestanden haben.
FAQ: Durchfallen im Examen Jura
1. Ist Durchfallen im Staatsexamen das Ende?
Nein, du hast in der Regel mehrere Versuche und kannst gezielt nacharbeiten.
2. Wie viele bestehen das Examen beim zweiten Versuch?
Die Quoten variieren, steigen aber deutlich bei strukturierter Vorbereitung.
3. Sollte ich den Repetitor wechseln?
Wenn dein aktueller Ansatz nicht funktioniert hat, kann ein Wechsel sinnvoll sein.
4. Wie lange sollte ich für den nächsten Versuch lernen?
Meist 6–12 Monate intensive Vorbereitung, abhängig vom Bundesland.
5. Was ist wichtiger: Wissen oder Klausurtechnik?
Beides, aber Klausurtechnik entscheidet oft über die Note.
6. Kann ich mich komplett selbst vorbereiten?
Ja, aber nur mit sehr konsequenter Struktur und Selbstdisziplin.
7. Wie gehe ich mit Angst vor dem nächsten Versuch um?
Durch regelmäßige Simulationen und realistische Lernziele.
8. Sollte ich mit anderen vergleichen?
Nein, Vergleich erzeugt unnötigen Druck und hilft fachlich nicht.
Wenn du dich jetzt gezielt auf deinen nächsten Schritt vorbereiten willst, kannst du dir Unterstützung holen über:
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